Alle überschlagen sich im Übermut

„Was ist los in Dormagen?“, könnte man sich fragen wenn man das Treiben in den letzten Wochen beobachtet. Die hiesige Politik und deren Politiker überschlagen sich förmlich mit Aktivitäten, Einladungen, Patenschaften und Sonstigem, wobei man dies hätte schon immer machen können. Seit mehreren Jahren hatte ein Dormagener Kommunalpolitiker sich mit der Stadt Monheim und deren Bürgermeister auseinander gesetzt. Dafür wurde er leider meist nur belächelt. 

Nun geht man aber hin und verkauft es dem Dormagener Bürger so als wäre dies der neuste Einfall des zur Wahl stehenden Bürgermeisterkandidaten aus Dormagen, dem Bürgermeister aus Monheim einen Besuch abzustatten. Warum geht das erst jetzt? Jetzt auf einmal wird man aktiv und stellt es als sogenannte Lehrstunde dar. Willkür, oder einfach nur ein Hype für die anstehenden Wahlen?

Dann geht man hin und erzählt, was man sich alles so auf die Fahne des Verdienstes am Bürger und der Stadt Dormagen schreiben könnte. Schauen wir doch aber mal was diese Parteien sich wirklich auf die Fahne schreiben können. Richtig – Wenn man mit normalem Menschenverstand hinschaut, hat die Dormagener Politik nicht viel erreicht, außer einen weiteren Sack neuer Schulden, den der Bürger wieder einmal abtragen darf.

Vielleicht versucht man ja nun auch wieder mal über den Weg des Gewerbesteuermärchens zu punkten – würde mich nicht wundern wenn dies nach der Reise aus Monheim resultieren würde. Man nannte dieses Vorgehen bei jener lukrativen Einnahmequelle in Dormagen schon mal Gewerbesteuerkannibalismus. Auch hier sollte erwähnt bleiben, dass andere Kommunen damit Einnahmen i.H.v. mehr als 200 Millionen Euro zu verbuchen haben. Diese Erleuchtung wird dem Reisenden und Lehrfreudigen Bürgermeisterkandidaten nun auch kommen.

Wenn die Dormagener Politik mal mehr bestrebt wäre dem Dormagener Bürger Entlastung und Wohlwollen zukommen zu lassen, dann wäre dem zahlenden Bürger mal geholfen. Sie sollten endlich alle aufhören die Anderen in den Dreck zu ziehen, sondern damit anfangen sich um die eigenen Angelegenheiten zu kümmern.

Sie sollten viel mehr versuchen für die Dormagener Bürger einzutreten und nicht immer nur deren Geld zu verplempern. Wenn alle mal an einem Strang ziehen würden – vor allem in der kommunalen Arbeit – dann wäre Dormagen schon geholfen und vor allem viel weiter als es jetzt ist.

Na, lassen wir uns mal überraschen was noch so alles kommt bis Sonntag. Vielleicht sollten einfach mal alle an Dormagen denken, sich dafür einsetzen und nicht immer nur ihre Einzelinteressen verfolgen wollen. DAS wäre gut für den Bürger, alles andere ist Nebensache.

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