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Ist der Ruf erst ruiniert, grapschts sichs völlig ungeniert: F.D.P.

03.07.2017 Quelle: hier

 

So ist das wenn man dann endlich mal wieder mitreden darf, dann verfällt man sofort wieder in die alten Gewohnheiten.

Von PETER BARTELS | Die FDP, dein Freund und Helfer. Wenns um Steuer-„Erleichterungen“ geht! Mal so, mal so… In goldigen Zeiten die legendäre Hotel-Steuer… Seit der Wahl in Schleswig Holstein erstmal der tiefe Diäten-Schluck aus der Steuerpulle … Und jetzt Kohle für alle …

Die Verhandlungsführer der schleswig-holsteinischen Koalitionsverhandlungen: Heiner Garg (FDP), Monika Heinold (Bündnis 90/Die Grünen) und Daniel Günther (CDU).

Jedenfalls für alle, die mühselig und beladen sind … Nach acht Jahren Hauptschule … Oder 13 Jahren Gymnasium … Oder 16 Semestern Studium … Natürlich auch für jene, die dann immer noch im Kreis rum studieren … Und für jene, die immer noch nicht den Sprung auf irgendeine Landesliste geschafft haben … All jenen hilft jetzt die F.D.P. Mit einem „bedingungslosen Grundeinkommen“. Motto: Wie schön, dass Du geboren bist … wir hätten Dich sonst sehr vermißt … Jedenfalls in der Wahlkabine …

Und alle helfen ganz toll mit: Die früher schwarze Kohl-CDU, die einst rote Schiller/Schmidt- SPD, die immergrünen GRÜNEN. Schleswig Holstein geht schon mal voran. Und so wundert es auch nicht, dass der neue GRÜNE Vize-Ministerpräsident Robert Habeck persönlich den Herold für diese antikapitalistische Revolution gibt. “Ein Bürgergeld“ … „Ein Grundeinkommen“… Testweise, klaro. Aber im Koalitionsvertrag verankert. Schwarz auf Weiss. Genauer: Schwarz auf Grün auf Gelb… (wie Geld).

Natüuurlich müssen erstmal EXPERTEN „die Umsetzbarkeit (der) neuen Absicherungsmodelle DISKUTIEREN. Aber man weiß ja inzwischen hinlänglich, wie solche „Diskussionen“ verlaufen: Immer mehr „Experten“… Immer größere Runde Tische … Dann Lesung und Diskussion in den halbamtlichen Talkshows mit vielen Ja- und einem miesen Nein-Sager, der natürlich schnappatmend platt gebrüllt wird. Telekratie halt. Herrlich lebendig. Fast wie echte Demokratie. Und dann Finale im Plenum. Abstimmung nach Partei-Vorlage. Sicherheitshalber Hammelsprung. Allez hopp, Abgeordneter. Schluckst Du, Pack …

Neeeein, die FDP war nie bürgerlich. Mittelstand? Wann? Liberaler Kapitalismus? Wo? Und die SPD war ja immer Rot ohne rot zu werden. Schließlich war Marx ja Deutscher. Und Bebel erst. Gut, der Wirtschafts-Professor Karlchen Schiller, der Finanz-Fuchs Helmut Schmidt, der Riester-Rentner Gerhard Schröder. Immerhin, das DDR-Murkel verdankt dem Cohiba-Genossen ja heute (fast) die „totale“ Arbeitslosigkeit. Und Schnorr-Schwabe Schäufele seine Moslem-Milliarden… Aber manche gesellschaftspolitische Fehlentwicklung muß man halt irgendwann ändern. Wie Mann und Frau. Wie Gender, Schwule und Darwin. Bis endlich die Herr/innen vom GRÜNEN Pflasterstrand sich entschliessen, nicht mehr Bücher zum Verhökern zu klauen, sondern legal Staatsknete abzugreifen. Und schließlich bleibt nur noch ein Letztes zu regeln – die Phase zwischen Pampers und Penunse. Diese lästige Zeit muß überbrückt, abgesichert werden. Die in Rede stehenden Tausend Euro/Monat sind schon mal ein Anfang. Jedenfalls gemessen an den 800 Euro Durchschnittsrente.

Und was für unsinnige Kosten man sparen würde: Hartz IV … weg! Kindergeld … weg. Bafög … weg. Wohnkosten-Zuschuss … weg! Zum Beispiel. Aber da die Abgeordneten in Kiel, wenn sie mal aus den großen Fenstern gucken (statt aufs Smartphone) eh nur Wasser, Windmühlen oder Klima kaputt furzende Kühe sehen, werden sie schon noch weitere Kostenersparnisse entdecken, die das Grundeinkommen zu einem Nullum schrumpfen lassen werden. Bis dahin erstmal „bedingungslos“, ob berufstätig oder nicht, ob arbeitswillig oder nicht 1000 Euro (vielleicht darfs sogar etwas mehr sein). Kinder erstmal die Hälfte.

Man darf schon jetzt gespannt sein, wieviele vollbärtige Migranten-Jugendliche demnächst nicht mehr 17, sondern doch lieber 27 sein wollen/werden. Die älteren Damen mit Kopftuch können endlich als „Beweis“ die Menopause zugeben. Menno, auch…

Glaub ja nicht, Deutschland, der „Test“ für 2,802 Millionen Einwohner des fünftkleinsten Bundeslandes der Republik wäre n i c h t für die Ewigkeit. Der Reichstag lauert schon ungeduldig für die 81,41 Millionen im Rest-Reich. Und da die Bundestagswahl wahrscheinlich ähnlich farbig ausgehen wird wie in Schleswig Holstein, verspricht die so schön rot lackierte SED-LINKEN-Chefin Katja Kipping sogar schon mal die erste Gehaltserhöhung für jene, die hier leben. Ob seit gerade eben oder seit grauer Germanen-Genealogie: 1050 Euro/Monat will Katja zahlen! Nein, nicht aus dem SED-Milliardenschatz, der im Nebel der Einheit verschütt ging. Aus den Taschen derer, die leider für die anderen noch ein paar Jahrhunderte arbeiten müssen.

Die spinnen, die Genossen von gestern? Irrtum! Die CDU in Thüringen wollte schon vor zehn Jahren ein „Bürgergeld“ von 800 Euro. Und die FDP hat schon immer Gelb für eine Tarnfarbe gehalten. Die Grünen hatten eh nie nix, konnten also schon immer alles aus den Taschen der Deppen fingern.

Hört irgend einer den wunderbaren Homer homerisch lachen? Letztes Jahr, in der Schweiz wars! Am 5. Juni 2016 lehnten 78 Prozent (!) der Eidgenossen das Grundeinkommen ab. Und die sollten sogar 2500 Schweizer Franken kriegen (knapp 2400 Euro). Im Monat! Für nix. Einfach so. Wie schön, dass die Eidgenossen seit Schillers Rütli-Schwur ein einig Volk von Brüdern sind … in keiner Not sich trennen und Gefahr. Auch wenn die Gefahr sich noch als Wolf im Schafspelz von Norden nach Süden schleicht …

 

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