Stadt legt mehrer Bauprojekte auf Eis…?

Wie nicht anders zu erwarten gewesen ist, gibt es im Thema Stellen im Eigenbetrieb keine wirkliche Ruhe. Die lokale Presse nennt es Konter des Bürgermeisters, andere nennen eine ganz klare Fehlplanung der Verwaltungsspitze.

Was ist passiert? Der Stadtrat ist im Dezember, dem Stellenplan der Verwaltung nicht in voller Gänze gefolgt. Alle Stellen des vorgelegten Stellenplans wurden genehmigt, bis auf die Stellen für den Eigenbetrieb. Man war sich ziemlich schnell einig gewesen, dass im Konzern Dormagen, ein Konzernteil (wie die Stadt sich immer gerne zu nennen mag) keine Stellen genehmigt bekommt. Dazu gab es unterschiedliche Ansichten, die aber alle zu vertreten gewesen sind.

Was nun passiert ist schon ein wenig frech und einfach in der Darstellung nicht richtig. Durch die Presse unterstützt, nennt man das Vorgehen des Bürgermeisters einen „Konter, der es in sich hat…“. Man könnte aber auch schreiben, das es eine völlige Fehlplanung der Verwaltungsspitze ist. Wie wir die lokale Presse aber ja nun zu genüge kennen, wird hier nicht eine einzige kritische Nachfrage gestellt. Es wird hier nur die Sicht der Verwaltung angeführt, die ja dann wohl alles richtig, gemacht haben muss.

Im Artikel selbst steht es ja drin wo das Problem anscheinend liegt. Formuliert heißt das dann etwa so, „befristete Verträge nicht verlängert oder umgewandelt werden und ein höheres Abgangsrisiko bestehe…“. Wem sein Problem ist das aber wirklich in diesem Moment? Ist es nicht eher ein Problem der Verwaltung, weil diese Mitarbeiter in kommende, oder langläufige Projekte mit einbindet und verplant? Ist es nicht die Aufgabe der Verwaltung, mit dem festen Personal zu planen anstatt mit befristeten Stellen? Ist es nicht Aufgabe der Verwaltung so zu planen das man eben nicht in solche Situationen läuft? Wer weiß denn genauer als die Verwaltung- und Personalrat, wie die Situation im Bereich Personal aussieht?

Das sind z.B. Fragen die man sich von einer lokalen Presse erwarten würde…warum hat die Verwaltung solch große, langläufige Projekte mit Mitarbeitern geplant, wo man von Anfang nicht wusste ob diese überhaupt weiter beschäftigt werden. Die Verwaltung hat von Anfang gewusst das diese Situation genauso eintreten könnte, wie sie nun ist. Trotzdem hat man aber mit den befristeten Stellen geplant. Suchen Sie nun selbst nach dem Fehler…

Auch die Argumentation das der Planungsvorlauf bei Projekten zu gering gewesen sei. Was soll uns das sagen? Man hat Projektsteuerer- und Planungsbüros beauftragt und beschäftigt, die genau aus solchen Gründen da gewesen sind. Anscheinend haben die ja dann ihre Arbeit auch nicht wirklich gewissenhaft und lückenlos gemacht.

Die Argumentation das 27 Mitarbeiter 1214 Überstunden angehäuft haben, ist traurig keine Frage, sollte aber auch zum Nachdenken anregen. Überstunden und Mehrarbeit entsteht auch durch Urlaubszeiten, durch krankheitsbedingte Ausfälle, sonstige Besonderheiten und natürlich auch Fehlplanungen von Personal.

Das nun das Radio nun diese Sache noch aufgenommen hat, ist schon witzig. Den Bericht dazu habe ich gestern Abend auf dem Nachhauseweg gehört und musste wirklich dabei grinsen. Selbst im Radio, ist man sich nicht zu schade, jegliche kritische Nachfrage auszulassen. Wie ist der Werbeslogan noch gleich, „durch Radio erreichst Du mehr…“ oder so ähnlich.

Ich halte diese Aktion nicht für einen „Konter“, der es in sich hat, sondern für eine große Fehlplanung mit Personal, was man einfach nicht zur Verfügung hatte, aber trotzdem zu 100% in Projekte verplant hat.

Dem Rat- und der Dormagener Politik nun die Schuld dafür zu geben das Projekte liegen bleiben müssen, ist nicht korrekt… Die Planung und den Personalstand kennt nur die Verwaltung selbst am besten, die Planung von Personal für Projekte, werden nicht vom Rat der Stadt Dormagen gemacht…dieser gibt Gelder für Projekte und Projekte frei. Die Planung von Personal für solche Projekte obliegt ganz allein der Verwaltung.

Es ist schade das die lokale Presse sowie das Lokalradio diese eigens erzeugte Situation der Verwaltung so darstellt. Schade, wirklich sehr schade

Quelle: hier