leidiges Thema, was seit Jahren bekannt ist in Dormagen

Wie nicht anders zu erwarten gewesen ist von der lokalen Presse, wird hier wieder nur auf die Redebeiträge der CDU und der (a)SPD etwas Schreiberkunst verwendet. In Dormagen besteht die Politik eben nur aus der Presse genehmen Parteien, leider.
 
Dass sich nicht alle einig gewesen sind und das es keine einstimmige Verabschiedung dieser Resolution gegeben hat, wird vollends verschwiegen. Gegenstimmen und Enthaltungen waren genauso vertreten, wie dafür Stimmen. Auch hier ist es der lokalen Presse nicht eine Zeile wert, darüber zu informieren warum das nicht einstimmig geworden ist und warum einige sich gegen diese Resolution stellten. Eines muss man aber der Presse lassen, dass Sie nicht die Grünen erwähnen ist schon gut so, weil da würde die Zeitung wahrscheinlich nicht ausreichen.
 
Dir Redebeiträge der Grünen, die eigentlich nur immer eine Selbstdarstellung sind, strecken die Ratssitzungen elendig in die Länge. Etwas weniger zur Selbstdarstellung- und Belustigung der Rastkollegen und Publikum, würde die Sitzungen um einiges kürzer machen. Aber so sind Sie nun mal unsere Grünen…
 
Nun aber zum Thema. Man hat den Eindruck dass in Dormagen dieser Sachverhalt ein völlig über Nacht hereingefallenes Phänomen wäre. Liebe Leute, das ist es in keinster Weise, ich habe darüber schon geschrieben gehabt. Unter der Ägide von BM Hoffman war genau dieses des öfteren Thema gewesen. Die damalige BfD hatte sich mehrmals dafür eingesetzt, mit Monheim Kontakt aufzunehmen um sich mal zu Informieren wie die das gemacht haben. Das wurde immer wieder, auch vom jetzigen BM Lierenfeld vehement abgelehnt.
 
Das genau diese Situation eintreten würde, ist doch so klar wie das Amen in der Kirche. Jede Kommune versucht sich über Wasser zu halten und da es ein freier Markt ist, sind die Mittel auch völlig legitim. Ich denke auch das sich andere Kommunen da lange Zeit Gedanken gemacht haben, Konzepte durchgekaut haben, aber nun zu dem Entschluss gekommen sind, es eben über die Gewerbesteuer zu Realisieren (in der (a)SPD würde man jetzt sagen „wir wuppen das schon…“).
 
In Dormagen hat man auf Monheim geschaut, danach zog Langenfeld nach und nun eben die Stadt Leverkusen. Es sind Jahre vergangen bis zu diesem Entschluss in Leverkusen. In Dormagen hatte man sich eben dazu entschieden eine teure Wirtschaftsförderung zu etablieren. Diese kostet den Dormagener Bürger eine Menge an Geld, nur was ist dabei bisher rausgekommen. Richtig , nicht wirklich viel… Es wurde ein neues Stadtlogo für viel Geld etabliert, es wurden ein paar Ampeln beklebt (man musste die Kleber nach kurzer Zeit wieder entfernen), es haben sich weiter Friseure, Döner Läden (die jetzt Kebab Haus heißen), dazu noch der ein oder andere Handyladen und Nagelstudios in Dormagen eingebaut. Dies sind natürlich nicht die Gewerbesteuer-Bringer wie man sich denken kann.
 
Diese Reaktion zeigt aber auch auf, dass man sich in Dormagen dazu anscheinend keinerlei Gedanken gemacht hat, was passiert, wenn andere Städte nachziehen werden. Wie könnte man dagegen wirken, wie könnte man darauf reagieren usw. Man kann auch sagen, Dormagen hat Jahre lang im Tiefschlaf gelegen und nicht im Traum daran gedacht das solch einen Schritt auch andere, als Monheim und Langefeld gehen können.
 
In Dormagen ist man stolz darauf einen weiteren, zu den vielen Logistikern entlang der B9, namens Amazon etabliert zu haben. Was hat das aber gebracht außer den Namen Amazon zu lesen? Richtig auch nicht wirklich etwas. Amazon ist bekannt dafür das sie die Gewerbesteuer nicht zahlen weil Sie ihre Sitze woanders haben, dazu kommt das von den Dormagener Arbeitssuchenden kaum jemand dort unter gekommen ist und zum guten Schluss, die B9 und somit die Infrastruktur durch eine hohes mehr Aufkommen an LKWs, noch mehr belastet und kaputt gefahren wird.
 
In Dormagen kann man natürlich nun darauf warten bis noch einige Kommunen nachziehen werden, wovon wir ausgehen, oder aber reagieren und sich selbst etwas überlegen wie man mit den in Dormagen ansässigen Unternehmen etwas erreichen kann, damit diese nicht abwandern werden.
 
Denn sind wir mal ehrlich und legen das alberne Denken ab, die Unternehmen würden gerne weiterhin gerne doppelt so hohe Gewerbesteuern zahlen, weil Dormagen so schön ist. Gehen wir mal selbst in uns und denken mal wie ein Unternehmer…
 
Also kann man nur daraus schließen und erkennen, wenn wir in Dormagen so weitermachen, werden wir eine der Kommunen sein die dann hinten dran hängt und sich um Dönerläden, Handyshops, Friseure und Nagelstudios streiten und schlagen darf.
 
Hoffen wir mal dass die Resolutionsgeschichte nicht wieder Jahre dauern wird und auch andere Kommunen schnell reagieren werden. Da wir eine freie Marktwirtschaft haben, ist es völlig legitim wenn andere sich nicht dieser Resolution anschließen werden.
 

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