Sehr beeindruckend…was man so alles aus dem Ärmel Zaubert

Es ist schon sehr beeindruckend was Parteien und Fraktionen so aus dem Ärmel Zaubern, wenn es auf Wahlen zugeht. Heute in der NGZ zu lesen, „FDP will € 100.000 Euro mehr für Spielplätze…“. In der Ratssitzung am 08.07.2010 wurde ein Antrag gestellt die Dormagener Spielplätze zu schützen und zu Verbessern.

Leider fanden die Ratsfraktionen, derer auch die FDP angehörte das für nicht so wichtig und lehnten diesen Antrag im Jahre 2010 ab. Man schloss sich der Begründung der Stadt an, wie man es so schön nannte. Wenn man mit einer Überwachung und auch einer Instandhaltung der Spielplätze begonnen hätte, bräuchte man heute nicht diese immensen Kosten.

Wenn es aber zu Wahlen kommt, dann kommen die mit den besten Ideen um die Ecke um sich wieder ins Gespräch zu bringen. Nun will man diesem Thema eine Wichtigkeit geben, die man vorher hat mal 9 lange Jahre rag nicht gesehen hat. Es hat die FPD in 9 Jahren keiner gehindert dieses Thema anzugehen, oder?

Das ist das gleiche wie bei der Sparkassentreppe…vor den Wahlen wird auf einmal alles mobil gemacht was geht um dem Bürger zu gefallen und zu zeigen wie toll man doch ist. Das man sich 9 Jahre nicht darum gekümmert hat, sondern eine Sanierung sogar noch abgelehnt hatte, dass will keiner mehr wissen.

Man kann echt nur hoffen das die Menschen das auch noch wissen und sich vielleicht einfach mal die Frage stellen, warum das so ist…

Hier die Dokumente dazu:

Schauen Sie sich das Abstimmergebnis genau an…Fragen Sie sich selbst, wieso in Dormagen solche Sachen Jahre benötigen um vor anstehenden Wahlen dann nochmals als neue Idee verkauft werden, wie man sich doch für Dormagen einsetzt.

Man hätte viel Geld sparen können in 9 Jahren, aber was soll es, der Bürger wird das schon richten…nicht wahr? Das Abstimmergebnis ist so zu lesen, dass die 37 Ja-Stimmen für die Ablehnung des Antrages sind. Nur der Antragsteller selber, hatte sein 2 Stimmen gegen die Ablehnung ins Feuer geworfen…der Rest der Ratsfraktionen war sich also einig, das es den Spielplätzen gut geht und man nichts machen müsste.

Dormagen, Tollhaus der Geld Verschwendung…

Wenn man es nicht in der Zeitung lesen würde, dann würde man es wahrscheinlich nicht wirklich glauben wollen. Da es aber durch die lokale Presse getrieben wird, wird da auch etwas dran sein. Wieder einmal wird für ein Projekt gestimmt, wo nicht annähernd bekannt ist wie hoch die Kosten dafür sein werden. Hauptsache man behält den Status „Olympiastützpunkt“, wofür man den auch immer braucht. Die Kosten scheinen dabei zweitrangig zu sein, man hat ja auch genug Erfahrung mit ausufernden Kosten in Dormagen.

Schaut man auf das schaudernde Projekt Sekundarschule, fragt man sich nach Sinn- und Zweck bei diesem. Eine Schule, die nur durch Taschenspielertricks bisher ihre Anmeldezahlen erreicht hat, wo Eltern ihre Kinder lieber auf Privatschulen anmelden (die es sich leisten können), nur um diese Schule zu vermeiden. Ein Projekt was völlig abgelehnt wird in der Elternschaft und aus dem Ruder läuft, nun schon wieder eine deutliche Verzögerung in der Fertigstellung erleben darf, sowie eine weitere Kostensteigerung.

In Dormagen scheint dies aber auch nur ein kleineres Problem zu sein…eine der Verantwortlichen verlässt das sinkende Schiff im nächsten Jahr und die anderen machen einfach weiter.

Eine Chance für ordentliche Politik…

Nach GroKo-Aus: Suche nach Mehrheiten…“ So sollte Politik eigentlich aussehen, nämlich das sich Mehrheiten ergeben automatisch ergeben, wenn ein Antrage Sinn und zweckmäßig ist.

Was aber passiert denn seit Jahren in Dormagen? Am Anfang der aktuellen Ratsperiode, war es so das man Mehrheiten durch Gespräche und Zusammenarbeit, quasi erarbeiten musste. Da aber Parteien schon jegliche Zusammenarbeit auf sachlicher Ebene, wie man es von erwachsenen Menschen sollte erwarten können, sofort abgekündigt wurde, war es schnell vorbei mit den Mehrheiten. So kam es, dass man zwei Personen völlig außen vorließ, nur, dass diese beiden Personen das Zünglein an der Waage gewesen sind, hatte man dabei völlig übersehen und da man das nun absolut nicht verknusen konnte, wurde dann mal schnell die GroKo aus dem Arm gezaubert.

Seit dieser Gründung und nach einer Fraktionsbildung der damals beiden Einzelratsmitglieder, wurde bis heute kein einziges, parteiliches Gespräch zu einer Meinung zu einem gestellten Vorhaben geführt, man hatte ja durch die GroKo (gerne auch Durchwinkerkoalition genannt) und somit die Stimmenmehrheit. Die anderen Boykotteure mussten dann schmerzlich feststellen, dass man mit 3 Stimmen im Rat auch nur noch 5es Rade am Wagen ist und eigentlich zur Stimmfindung nicht mehr nötig war…

Wenn man im Nachhinein das Stimmverhalten der Einzelratsmitglieder und der daraus entstandenen Fraktion mal nachverfolgt, sieht man deutlich das diese boykottierten Personen meist für die Anträge der Anderen gestimmt haben. Wie man hieraus sieht, ist es nicht immer nötig Gespräche zu führen, sondern gute Vorhaben werden auch mitgetragen.

Das ist aber nun alles Schnee von gestern und man sollte die Chance nutzen die sich nun ergeben hat, nämlich eine Zusammenarbeit in der Form, wie Sie der Wähler auch wollte. Es wird auch weiterhin Stimmergebnisse geben die nicht jedem in den Kram passen, aber das ist nun so in einer gelebten Demokratie, dass trifft die Großen wie die Kleinen gleichermaßen.

Wenn man jetzt noch hinbekommt diese boykottierende Haltung gegen andersdenkende abzulegen, kann das nur von Vorteil für die Politik und vor allem die Bürger und die Stadt selbst ein. Sind wir mal gespannt wer hier den Boykott wieder einmal anführen wird.

Zur jetzigen Ratszusammensetzung waren es die Grünen, die in der Konstituierenden Sitzung des Rates damit begannen, dass Sie jegliche Zusammenarbeit sofort verweigerten und somit schon den Stein der Willkür ins Rollen brachten. Dass die Grünen selbst nur mickrige 3 Stimmen bekommen hatten, war Ihnen da anscheinend nicht ganz bewusst gewesen, was aber mit der Bildung der GroKo dann schmerzlich festgestellt werden musste. Na vielleicht ist daraus ja ein Lerneffekt entstanden, was wir zwar stark bezweifeln, aber man ist ja immer guter Hoffnung.