Wünsch Dir was, oder Schätz Dir was…!

Wenn man in den letzten Tagen in der NGZ lesen konnte, musste man dabei feststellen, dass man sehr oft über das Wort „Schätzen und geschätzt…“ gestolpert ist. Es wundert einen doch sehr, dass man gerade in Verwaltungen, dann noch von der Kämmerin, immer wieder von Schätzungen hört. Es gibt in Deutschland glaube ich nichts was besser geregelt ist als Verwaltungen, man meint es wenigstens.

Zurzeit kommt einem das gerade in Dormagen aber nicht so vor. Hier hört man nur noch von Schätzungen von Projekten. Unseres Wissens gibt es Leistungskataloge, die genau, oder sagen wir auch hier, fast genau aufzeigen was welche Leistung kostet. Was einem wiederum ermöglich, eine ziemlich genaues Angebot zu erstellen. In Dormagen schätzt man anscheinend in der Regel aber eher mal, es könnte ja zu genau werden.

Man stelle sich vor man baut ein Haus und die Firma die den Zuschlag bekommt, sagt danach dann, ok wir haben uns mal eben um € 200.000 verschätzt. Was meinen Sie was dann passiert…?

Vielleicht ist es aber genau der Punkt, dass man auf die erste Ausschreibung kein Angebot erhalten hatte, weil man einfach viel zu tief geschätzt hatte. Nun, nachdem die Ausschreibung deutlich angehoben wurde (um 25% auf über €900.000), kam dann, kurioser Weise doch noch eine Firma die sich bereit erklärt, die Schulräume zu bauen. Dies wurde dann auch direkt genutzt, um daraus eine Dringlichkeit zu machen und somit diese Schätzung durchzudrücken.

Der Spekulationsraum ist hier natürlich nun groß. Wollte man eine bestimmte Firme haben, dass man nun schnell eine Dringlichkeit daraus macht. Wurde bewusst so niedrig geschätzt um keine Angebote zu bekommen? Man weiß es nicht, man kann aber Spekulieren.

Weiter geht es mit den Schätzungen wie im Schaufenster zu lesen ist. Das Rathaus wird zu klein…GESCHÄTZER Personalaufwand für das jeweilige bestuhlen der Kulle und herrichten für Sitzungen, ca. €13.500,-

Auch hier kann man sich wieder fragen, warum kann man das nicht auf eine Summe beziffern. Man weiß wie viele Mitarbeiter gebraucht werden, man weiß wie viele Stühle und Tische benötigt werden und man weiß wie viele Sitzungen dort abgehalten werden. Wieso muss hier wieder geschätzt werden? Am Ende kommt dann wieder das böse Erwachen, dass die Kosten doch aus dem Ruder gelaufen sind und es dann vielleicht eben doch €20.000 sind.

Wir finden dass man das Schätzen lieber Fachleuten überlassen sollte die auch Ahnung davon haben. Hier sieht das eher aus wie ein „Wünsch Dir was…oder Schätz Dir was..“.

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