Sicherheit in Dormagen, was so eine Pressemitteilung so alles auslöst

Wie man gestern erstaunlicher Weise lesen konnte, ist der Verwaltung erst jetzt „zu Ohren“ gekommen das der Bahnhof sich anscheinend immer mehr zur No Go Area entwickelt. Es ist zwar nur schwer vorstellbar (das die Verwaltungsohren so Taub sind), aber man muss ja erst mal das glauben was man von der Presse vorgelegt bekommt. Vor zwei Jahren wurde von den sich jetzt als Retter in Erscheinung tretenden, ein Monitoring auf die Problemstadtteile Horrem- sowie Hackenbroich, geschlossen abgelehnt. Das man Probleme in bestimmten Stadtteilen, sowie an verschiedenen anderen Stellen in Dormagen hat, ist nichts neues mehr. Es wundert einen dann umso mehr, dass die Verwaltung so tut als wenn dies ein völlig neues Phänomen wäre.

Wir denken das dies nicht allein daran geschuldet ist, dass man zu wenig Personal hat um für Sicherheit zu sorgen, dass so etwas nicht umsonst ist, sollte auch völlig klar sein.

Ich hole meine Frau mehrmals die Woche am Abend vom Bahnhof ab. Wenn man dort eine Zeit steht, sieht man so einiges, wo man sich fragt, wieso macht man dagegen nichts. Es wird auf dem Parkplatz gekifft, danach ins Auto gestiegen und weggefahren. Kurze Zeit später sind diese Personen dann meist wieder vor Ort. Musik laut, eine laute Geräuschkulisse durch Gespräche, kleine Beschleunigungsrennen usw. Es ist also immer was los, könnte man sagen.

Die Polizei ist dort auch präsent, fährt aber nur über den Platz und schaut sich an, ob alle auch richtig Parken und ist dann schnell wieder weg. Das Ordnungsamt, ist zur Stelle wenn jemand die Parkscheibe nicht ins Fenster gelegt hat und mal kurz im Netto ist. Wir denken auch, dass hier eine Aufstockung des Personals keine Abhilfe schafft. Frauen im Ordnungsdienst werden von verschiedenen Bevölkerungsgruppen nicht für ernst genommen und somit ist der Effekt gen null. Wir denken auch dass dort für diese Fälle keine Frauen eingesetzt werden sollten.

Wir haben diese Sache gestern online beobachtet und uns einige interessante Kommentare herausgenommen.

KOMMENTARE:

Dornroeschen

07.12.2016, 23:21 Uhr 0

Selbst ich, Ende 50, musste bereits mehrfach den Zugangsbereich zur Fahrradgarage trotz höflich erbetenem Freimachen des Zugangs unter obzönen Bemerkungen von Halbwüchsigen passieren. Beispiel: „Lasst mal die MILF durch! “ Und bei der Rückkehr „feuerte“ der Wortführer seinen Kumpel an: „Los, spring drauf!“ Man muss durch Spuckepfützen, Abfälle, Glasscherben, verschüttete Getränke und auf dem Boden verschmierte Lebensmittel gehen und der Kartenscanner ist regelmäßig mit undefinierbaren Substanzen übergossen und wird zudem regelmäßig beschädigt. Die Fahrradgarage hat sich zu einem NO-GO-Area entwickelt – und dies in unmittelbarer Nachbarschaft und vor den Augen der Eigentümerin, der SVGD und seiner Geschäftsführung. Wie blind muss man sich stellen, um diese unhaltbaren alltäglichen Zustände nicht zu sehen und vor allen Dingen untätig zu bleiben? Ich bin froh, dass die Stadt Dormagen, nach dem Zitat von Herrn Schlimgen, nun wenigstens die Dormagener Männer schützen möchte, weil ja nicht nur Frauen belästigt wurden. Es gibt in Dormagen nicht nur diesen einen Angstraum: Wer tatsächlich mal mit offenen Augen und Ohren durch Dormagen gehen sollte, wird immer wieder feststellen, dass es auch vor vermeintlich gutbürgerlichen Lokalen zu verbalen Übergriffen der übelsten Art auf Frauen kommt: Dirty old german men lassen es sich nicht nehmen, junge Frauen als Frischfleisch zu bezeichnen, Schimpfwörter z.B. „alte Schlampe“ werden in „jovialer“ Runde unvermittelt fallen gelassen, der Zustand und die „Nutzungsrate“ der primären Geschlechtsteile der vorbeigehenden Frauen werden zur gegenseitigen Aufgeilung und Demütigung der vorbeigehenden Frauen lautstark erörtert. Diesen verbalen Übergriffen, die als Beleidigung auf sexueller Grundlage bereits von strafrechtlichem Belang sind, kann Frau nur ausweichen, indem sie diesen Stadtraum dann den Männern überlässt und sich nach Möglichkeit einen anderen Weg sucht. Pfui!

Claudius

Auf den Ruf der 110 alleine würde ich nicht vertrauen. Wenn es gegen große Gruppen geht, dann bekommt man von der Polizei immer öfter keine schnelle Hilfe mehr. Unsere Ordnungshüter wagen sich dann nämlich nur noch im Mannschaftswagen zum Tatort und bevor es los geht, muss zunächst einmal genügend Personal zusammen gezogen werden. Das kann dann schon einmal eine Stunde und länger dauern.

Unseren Frauen kann man eigentlich nur noch raten deutsche Bahnhöfe zu meiden. Mit Pöbeleien und obszönen Kommentaren beginnen die Probleme und sie führen zur unbeherrschbaren Kriminalität an unseren Hauptbahnhöfen. Zuminest hier sind die Täter meist nordafrikanische Flüchtlinge.

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/probleme-an-hauptbahnhoefen-sie-verachten-unser-land-und-lachen-ueber-unsere-justiz-14467325.html

Wolfsaaper

Ich bin da auch schon nachts gestanden und habe mich vor diversen vagabundierenden Südländern versteckt, die auf den Bahnsteigen rumstreunten,  weil ich alleine am Bahnhof war.

Ich vermute es geht auch den andren Beschwerdeführern um diese Gruppe von Menschen.

norberti2000

es ist schade dass in solchen Foren immer wieder direkt auf nur eine Personengruppe zurückgegriffen wird. Man sollte hier nicht nur einen Personenkreis dafür verantwortlich machen. Es fällt schwer das weiß ein jeder, da man permanent mit solchen Meldungen konfrontiert wird. Der Dormagener Bahnhof war aber immer schon ein sozialer Brennpunkt erster Güte gewesen und das nicht erst seit dem wir Flüchtlinge haben. Das es vielleicht jetzt noch mehr geworden ist, darüber kann man jetzt denken was man will, es ist aber Fakt das an Bahnhöfen immer schon solche Problematiken bestanden haben. Viel trauriger ist das man das nun aus Seiten der Verantwortlichen so zu verkaufen als wenn dies ein völlig neues Phänomen wäre. Vor zwei Jahren wurde für die Stadtteile Horrem und Hackenbroich ein Monitoring im Rat angestrebt, leider wurde dieser Antrag von denen die jetzt eine Erhöhung des Ordnungsamt Personals in Ihre Verträge schreiben abgelehnt…wie man sieht ist das Problem schon deutlich älter. Traurig dass man sich jetzt hinstellt und völlig überrascht tut…das ist viel Beschämender als alles andere.

kasalla

Der Rat der Polizei erinnert mich an einen Schlager aus meinen jungen Kindertagen:

„Wähle 1-1-0 auf dem Telefon, wähle 1-1-0 und du hast mich schon, wähle 1-1-0 und

dann glaube mir, ich bin 1-2-3 schon bei dir…..“

Als Anwohner kann ich nur bestätigen, dass das Bahnhofsumfeld nicht nur sauberkeitsmäßig längst dauervermüllt ist, dass Dreck, Graffiti, Kippen und dutzende zerschlagene Glasflaschen im Eingangsbereich zwischen Radstation und SVGD der

typische Wochenendzustand ist.

Als häufiger Bahnreisender erlebe ich die Pöbeleien nicht nur abends, sondern auch morgens, und keineswegs nicht nur gegen Frauen.

Das Problem ist nicht die Bahnhofsarchitektur und nicht heimelige Beleuchtung, sondern

die Gestalten, die sich hier eine Comfortzone eingerichtet haben und diese allabendlich

besetzen, besonders an Wochenenden.

Dazu kommt noch eine Raserszene, die ständig mit quietschenden Reifen und geöffnetem

Klappenauspuff Beschleunigungsfahrten auf dem Parkplatz, der Konrad-Adenauer-Str.

und der Bahnhofstrasse ausprobiert, meist stundenlang. Oder bei geöffneten Fahrzeugtüren werden Hip-Hop-Konzerte aufgeführt.

Solange hier keine „Zero-Toleranzzone“ entsteht, können sich Stadtverwaltung und Polizei jede Massnahme schenken, weil zu spät, zu klein und zu hilf- und wirkungslos.

Da helfen auch keine neuen hellen LED-Leuchten in der Unterführung oder ein

netter Vorplatz auf der Horremer Seite. Leider ist man an der Stelle entweder unglaublich naiv, oder bewusst taub oder einfach nur unfähig. Schade für uns Bürger.

Novellist

Der Verwaltung sei erst jetzt „zu Ohren“ gekommen, dass sich der Bahnhof in den vergangenen Wochen zu einem Treffpunkt von Männern entwickelt habe, die alkoholisiert nicht nur Frauen anpöbeln? Die sollten sich mal die Ohren durchpusten lassen und die Augen aufsperren. Es gibt also keine No-Go-Areas in NRW? Lachhaft, was Innenminister Jäger da von sich gibt.

LangeHeinrich

„Selbst in Mumbai habe ich mich sicherer gefühlt als in Dormagen.“ UNGLAUBLICH! UNFASSBAR! Realität im Merkel-Deutschland 2016 ! mehr fällt mir dazu nicht ein!

norberti2000

ups, wie konnte das denn solange dauern bis man darauf aufmerksam wird…muss da erst das sozial Network drauf hinweisen, was andere schon seit langem Bemängeln? Es ist schon bemerkenswert das der Verwaltung das auch zu Ohren gekommen ist.

Kann es aber vielleicht daran liegen dass dazu eine Pressemitteilung eingereicht wurde, dass man diesem schon lange bekannten Umstand nun doch Aufmerksamkeit zollt?

Hier die Pressemitteilung dazu http://www.ein-herz-fuer-dormagen.de/wp-content/uploads/2016/12/Pressemeldung-8-FDB-EHFD_Sicherheit-BHF-Dormagen.pdf

Es reicht eben nicht das Ordnungsamt nur zum Knöllchen verteilen dort Patroulieren lässt, wenn man bei einem schnellen Einkauf mal vergisst die Parkscheibe ins Fenster zu legen.

Auch die Polizei, diese zeigt zwar Präsents, dass war es aber auch gewesen…auf diesem Parkplatz wir sobald der Abend eintritt, gekifft und getrunken, danach dann ganz gemütlich ins Auto gestiegen und weggefahren, alles kein Problem, Kontrollen gibt es nicht…die Polizei ist ganz genau damit beschäftigt zu schauen, wer richtig Parkt…

CDU und SPD haben dazu natürlich wie immer auch eine zündende Idee, diese heißt Personalaufstockung…was bringt es aber wenn das Personal mehr damit beschäftigt ist fehlende Parkscheiben auszumachen, anstatt die hier aufgeführten Probleme zu behandeln. Vor allem müssen hier keine Frauen hingeschickt werden um diese Probleme zu klären (wobei man sagen muss dass die Frauen, hier meist mehr Courage zeigen wie die Männer).

Wir dürfen gespannt sein, welche weiteren spannenden Ideen dazu kommen werden. Das Thema ist ja nun auch anderen zu Ohren gekommen…

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